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Motorradführerschein – der Weg ist das Ziel …

Juni 15th, 2010 · 1 Kommentar

Es ist vollbracht! Ich darf jetzt Erika ausführen :-). Und um in einigen Jahren darüber grinsen zu können, habe ich hier meinen Weg zum Motorradführerschein Klasse A festgehalten. Nachdem ich zu meinem 40. Geburtstag einen Sponsoringaufruf gemacht habe, dem auch gaaaanz viele gefolgt sind, habe ich das Thema auch prompt in Angriff genommen.

17.04.: erste praktische Doppel-„Test“stunde bei Javier um zu sehen, ob es menschlich passt. Ergebnis: JAAAA! Auf- und abbocken, ums Motorrad herumbalancieren, schieben (auch im Kreis), Stop-and-go Fahren, Fahren im stehen … Spaß pur!

24.04.: Die Anmeldung steht, der Killesberg-Parkplatz ist mein. Langsames Fahren geht, langsames Slalomfahren geht auch, geht sogar besser als erwartet. Javier ist zufrieden, ich bin happy, was will Frau mehr?

27.04.: erste Grund-Theoriestunde. Da ich meinen Auto-Führerschein ja schon ein paar Jährchen habe, stehen für mich 6 „normale“ Grundstunden zur Wiederholung an, sowie 4 Klassenspezifische. Schon lustig Sozialstudien der heutigen Jugend zu betreiben 😉

28.04. heute Morgen habe ich auf dem Bürgerbüro meinen Führerschein-Antrag nebst Sehtest und Passbild (biometrisch-bäh!) abgegeben, abends gibt es die erste klassenspezifische Theoriestunde. Ein kleines, überschaubares Grüppchen. Allerdings auch hier keine Midlife-Crisis geplagten Fahrschüler, ich bleibe die „Granny“.

29.04. Praxis, heute sogar 3 Stunden am Stück. Puh war ich danach kaputt, aber glücklich. Auch wenn das langsame Slalomfahren heute nicht so recht klappen wollte, Übung macht ja bekanntlich den Meister. Und morgen fahr ich selber zum Parkplatz! Abends noch gleich eine Theoriestunde drangehängt.

30.04. Erstes Mal „selberfahren“ im Stuttgarter Innenstadtgetümmel. Nach meistern der ersten Hürde (abfahren bei der Fahrschule, linksabbiegend bergauf, um mich herum tosender Verkehr) ging es gut, bis ich auf dem Parkplatz eine Vollbremsung mit beiden Bremsen ohne ABS machen sollte … huuups, das Bein muss dann aber nächstes Mal schneller runter ;-). Javier bleibt die Ruhe selbst, stellt mir die Maschine wieder auf. Abends mal wieder Theorie, die Hälfte der Grundstunden ist geschafft.

04.05. Theorie beim Fahrschul-Prakti der kurz vor der Prüfung steht … den Abend hätt ich mir glatt schenken können. Immerhin habe mich die ganzen 17-jährigen zwischenzeitlich als „eine der ihren“ akzeptiert (und ich bin nicht mehr „die Frau die des scho voll gut erklärt hat“).

05.05. Es ist kalt. Bitterkalt. Und auf dem Motorrad noch viel kälter, aber wenigstens regnet es nicht. Da der Parkplatz aber noch nass ist, schenken wir uns heute die Vollbremsungen ohne ABS und üben dafür mal wieder langsamen Slalom und als neue Komponente Ausweichen. Komisch, dass es mir so schwer fällt auf dem kurzen Stück auf 50 kmh zu beschleunigen. Ausweichen an sich geht gut, nur mit dem zurück in die Fahrspur hapert es noch, naja wird auch noch werden. Zurück an der Fahrschule ist klar: nächstes Mal zieh ich mich noch wärmer an wenn das Wetter nicht besser ist! Aber: nächstes Mal geht es mit der grossen Maschine los (da wird mir bestimmt ganz von selber warm :-))! Abends bei der klassenspezifischen Theorie ging es auch prompt wieder um das Thema Ausrüstung, das ist bestimmt ein Zeichen … am Wochenende müssen wärmere Handschuhe her!

06.05. die vorletzte Grundstunde Theorie, war heute aber sehr kurzweilig beim erkältungsgeplagten Gregor, der es versteht auch Zweiradthemen geschickt in den Grundstoff mit einzubauen.

11.05. die letzte Grundstunde Theorie, yippieh. War sogar recht lustig. Jetzt fehlen nur noch zwei Motorradspezifische, dann kann ich mich gedanklich mit der theoretischen Prüfung auseinandersetzen. Ich hatte mir zum üben „iFahrschule“ (eine App für das iphone) gekauft, feine Sache! Noch mache ich bei der Prüfungssimulation zwar den einen oder anderen Fehler, aber ich hab ja auch noch ein bisschen Zeit.

12.05. YEAH. Nach anfänglicher Enttäuschung heute morgen weil „die grosse“ Maschine doch belegt und ich somit wieder mit der Suzuki zum Parkplatz fahren musste, kam nach einer „Stop and go“ Runde und ein paar Bremsübungen die Überraschung pur: wir üben heute Kurvenfahren! Das hieß zum ersten mal raus aus Stuttgart, Richtung Glemseck kurvend und über Leonberg (das erste mal 100 km/h) wieder zurück. Das Grinsen musste man mir danach operativ aus dem Gesicht entfernen :-). Am Freitag fangen wir auch mit den „offiziellen“ Stunden, sprich Überlandfahrt an … es bleibt spannend. Abends dann noch eine klassenspezifische Theoriestunde … meine vorletzte überhaupt, da muss ich mich wohl gedanklich langsam mit dem Thema Theorieprüfung beschäftigen!

14.05. Die erste Überlandfahrt. Auf der „grossen“ (BMW F 650 GS). Und Petrus hatte so gar kein Einsehen mit mir, obwohl ich in den letzten Tagen immer brav meinen Teller leer gegessen habe! So habe ich heute also mein Motorrad-Seepferdchen gemacht, ein kleines Stückchen auf der Autobahn und dann irgendwo wild durch den Schönbuch kurvend. Tja, was soll ich sagen … trotz der widrigen Umstände hat’s richtig Spass gemacht, ist gut gelaufen und der „Wischer“ an meinen neuen super-Thermohandschuhen von Held hat sich SEHR bewährt 😉

19.05. Es ist immer noch kalt, aber wenigstens bin ich vom angekündigten Regen verschont worden! Heute war ein anderer Parkplatz dran, Vollbremsen-Üben mit ABS. Nach anfänglichem Herantasten ging es auch ganz gut, ich spür das „Ruppeln“ deutlich an der Fußbremse, aber die Handbremse macht mir noch Kummer … entweder bring ich da nicht genug Kraft auf die Finger oder eventuell ist auch der Bremshebel einen Tick zu weit weg für mich. Grundsätzlich hätte das Ergebnis heute aber für die Prüfung gereicht, laut Javier wäre allerdings noch etwas drin 😉 Anschliessend gab’s noch Überland Richtung Leonberg und kurvend zurück über das Glemseck nach Vaihingen (wo wir die BMW zwecks einer Rückrufaktion beim Händler abgestellt haben). Auf der Rückfahrt zur Fahrschule mit Javier über den anstehenden Italienurlaub geplaudert … es tun sich ganz neue Ideen auf *breitgrins*. Abends die letzte Theoriestunde (Klassenspezifisch), jetzt muss nur noch mein Antrag zurückkommen und ich kann zur Theorie angemeldet werden.

22.05. Chris macht heute seinen Wheelie-Day und ich fahr Autobahn, aber erst nachdem ich in letzter Minute eine kritische „Rechts-vor-Links“ Situation an der Solitude gemeistert habe … puh, war das knapp! Dafür lief es auf der Autobahn richtig gut, auch wenn der Wind ganz schön an mir gezerrt hat. Wenigstens war heute bestes Wetter, so macht Motorradfahren Laune! Auch wenn ich sicher kein Autobahn-Fan werde 😉

26.05. Petrus ist kein Biker und es ist früh … eigentlich zu früh für mich. Vor allem da es heute mal wieder in Strömen regnet (irgendwie ist das Wetter schlecht seit der Kachelmann im Knast ist!). Aber trotz der frühen Stunde und trotz der widrigen Wetter-Umstände hat die Überland-Fahrt gut geklappt und Spass gemacht, es hätte ja aber doch früher aufhören können zu regnen … genau als ich die BMW an der Fahrschule abgestellt habe, war der Spuk vorbei – naja, ich soll das Fahren wohl „richtig“ lernen 😉 Für heute danke ich einfach wieder einmal dem Erfinder von Gore-Tex und setze ihm gedanklich ein Denkmal.

27.05. Petrus ist heute mein Freund, die Pylonen dafür nicht. Neben dem Fahren geht es mal wieder an die Grundübungen. Stop-and-go und Vollbremsung sind gut, aber der langsame Slalom macht mir doch noch Kummer … die kleinen Scheisserchen könnten ruhig alle stehen bleiben! Von der Papier-Front gibt es auch noch nichts neues … Geduld ist angesagt (wobei das ja nun nicht gerade meine herausragendste Eigenschaft ist 😉

28.05. Nein, Geduld ist definitiv NICHT meine Stärke! Darum habe ich gerade auf dem Bürgerbüro angerufen … und … Trommelwirbel … scheinbar sind meine Papiere am 14.05. an den TÜV rausgegangen. Dann sollte es doch eigentlich bald losgehen können !?!

01.06. Kein Regen. Aber auch keine Fahrstunde, weil die BMW nicht da ist. Ärgerlich. Sehr sogar, aber was soll man machen, ist ja quasi so was wie höhere Gewalt. Auf ein neues morgen. Dafür habe ich mit Javier einen ganzen Stall voll neuer Termine vereinbart, inklusive der Termine für die theoretische und die praktische Prüfung … da wird es wohl so langsam ernst!

02.06. Man kann es kaum glauben, aber es war heute tatsächlich trocken (naja, zumindest von oben nachdem es fast die ganze Nacht geregnet hatte) und während ich diese Zeilen tippe fängtes wieder an zu regnen … sollte Petrus doch ein Biker sein? Der Botnanger Parkplatz war mir auch gnädig und Stop-and-Go, Vollbremsung, Langsamfahren und grosser Slalom (Schwingen) hat gut geklappt. Danach haben wir noch ein wenig potentielle Prüfungsstrecken erkundet. Also, wenn der Prüfer einen schlechten Tag hat, jagt er einen bestimmt durch Botnang, da ist ja wirklich von allem was dabei! Aber alles in allem hat es gut geklappt, ich fühle mich immer sicherer. So kann’s weitergehen 🙂

07.06. Es geht voran … der angekündigte Regen ist ausgeblieben und die Übungen haben heute alle gut geklappt, sogar der langsame Slalom! Ich scheine mich also tatsächlich allmählich der „Prüfungsreife“ zu nähern. Heute war auf dem Programm: Stop-and-Go, Vollbremsung, Ausweichen nach Bremsen, großer Slalom, kürzerer „Schwing-„Slalom und eben der „berüchtigte“ langsame. Dazu noch etwas freies Fahren. Ich bin gespannt wie’s weitergeht, vor allem auf Mittwoch, denn da steht ja die Theorieprüfung an.

09.06. Theorieprüfung! Und was war ich aufgeregt! Es ist ja auch eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich das letzte Mal eine Prüfung gemacht habe! Natürlich war ich vieeeel zu früh beim TÜV und hab dann nervös trippelnd darauf gewartet dass es endlich losgeht. Hochmodern auf dem Touch-Screen durfte ich dann nach einer Einweisung endlich loslegen und als ich die erste Frage gelesen hatte und sofort die Antwort wusste, war die Nervosität dann weg – alles easy ;-). In einem Rutsch durchbeantwortet, alles noch mal zweimal durchgelesen und überprüft und dann der spannende Moment: auf den „Abgabe“-Button drücken und das Ergebnis anzeigen lassen … was soll ich sagen … alles im grünen Bereich – 0 Fehlerpunkte :-).

10.06. Botnang und Feuerbach halten viele kleine fiese Stellen bereit, das sind bestimmt Prüfers Liebslingsorte! Grundsätzlich klappt es aber ganz gut, eine blöde Situation am Zebrastreifen habe ich zwar „praxisnah“ richtig gelöst, in der Prüfung wäre es allerdings ein Grund für Nichtbestehen gewesen. Im Zweifelsfall halte ich an der Prüfung an jedem Zebrastreifefn an ! 😉

11.06. Es ist heiss, unsäglich heiss und in voller Motorradmontur auf dem Parkplatz beim unendlichen üben meiner „Lieblingsaufgabe“ langsamer Slalom noch viel heisser. Manchmal klappts, manchmal nicht … zum Ende hin etwas besser … mal sehen was das noch gibt.

12.06. Heute haben wir eine Prüfungssimulation gemacht. Richtiges Abfahren am Tankstellen-Treffpunkt, kleine Überraschungseinlage, Aufgaben auf dem Parkplatz … und oh Wunder, das intensive Slalomfahren von gestern hat sich ausgezahlt und es klappt gleich beim ersten mal. Allerdings klappt Ausweichen mit Bremsen nicht ganz so gut – das üben wir am Montag noch mal intensiv. Das anschließende Fahren war Freude pur, so kann’s auch am Dienstag laufen! 🙂

14.06. Auch heute stand ganz im Zeichen der Prüfungsvorbereitung. Abfahren an der Tanke, kleine Überraschungseinlage (es ist doch immer wieder spannend, dass es soooo viele Strassen rund um Stuttgart gibt, die ich noch nieeee gesehen habe), Parkplatzeinlage (mit intensivem Üben meiner zwei Lieblingsaufgaben langsamer Slalom und Ausweichen mit bremsen) und „freies“ Fahren. Alles in allem gut, mal sehen was der morgige Tag bringt. Ich bin zwar verhalten optimistisch, aber der Teufel ist ein Eichhörnchen! 😉

15.06. Der grosse Tag ist da – praktische Prüfung! Und nachdem ich ja immer alles mitnehmen muss, hat Petrus mal wieder schlechte Laune und heult sich die Augen aus, das kann ja was geben! Beim Einfahren stelle ich mich dann auch prompt an wie der erste Mensch *puh*. An der West-Tanke warten wir dann auf den Prüfer, der sich als sehr nett herausstellt und es kann in strömenden Regen losgehen … hatte ich schon mal dem Erfinder der Wischlippe gedankt? Die Grundfahrübungen klappen alle auf Anhieb gut und auch das anschließende Fahren läuft gut bis zu einer Ampel die just auf Gelb umspringt als ich drauf zufahre … ich entscheide mich für durchfahren und bereue es sofort weil ich meine sie springt auf Rot als ich drüberfahre und denke: das war’s. Aus dem Auto hinter mir kommt keine Reaktion also beschließe ich es wenigstens mit Würde zu Ende zu bringen. Zurück an der Tanke banges Warten und dann die Erlösung: geschafft! Und das ohne grosse Beanstandungen. Ich bin jetzt auch praktisch ein Easy Rider 🙂

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1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Carmen // Jun 17, 2010 at 05:02

    Yeah -Yeah – Yeah – – – You got it!!!
    What a great feeling, isn’t it 😉
    Jetzt wird Biker-Claudi mit einem breiten Grinsen über die Stassen huschen und wir wünschen Dir auf all Deinen zweirädrigen Trips immer einen kleinen Schutzengel an Deine Seite.
    Congratutations von Stephan & Carmen

    PS: ich muss mich outen: Was ist ein „Wischer“ am Handschuh???

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